Montag, 26. Dezember 2016

Wetter: Steht die russische Kältepeitsche in den Startlöchern?

Stadecken-Elsheim, den 26. Dezember 2016 - Weihnachten ist fast schon wieder vorbei. Heute ist schon der zweite Weihnachtstag. Das Fest hat sich wie erwartet windig, nass und sehr mild gezeigt. In München wurden heute knapp 13 Grad erreicht. Das war fast schon ein kleiner Hauch von Frühling. Der milde Atlantik hat uns viel milde Luft und auch Sturm gebracht. Im Norden gab es auch heute wieder schwere Sturmböen über 100 km/h. Doch mit dem Jahreswechsel könnte sich alles ändern. Pünktlich zum Start ins neue Jahr scheint sich der Winter auf den Weg nach Europa zu machen!
Kommt zum Jahrestart die "russische Kältepeitsche" nach Deutschland?
Die russische Kältepeitsche könnte uns dann nämlich treffen. Der Begriff hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Er wurde Ende 2010 von mir in den Medien ins Spiel gebracht, einfach um die kalte Frostluft aus Osteuropa etwas griffiger zu machen.

Doch der Reihe nach: nach den wechselhaften und milden Weihnachtstagen kommt in den kommenden Tagen ein Hoch. Dann wird es zumindest nachts schon recht frostig. Am Tag werden immer noch leichte Plusgrade erreicht, aber es wird nicht mehr so warm wie an Weihnachten. Nach dem Jahreswechsel geht es denn um den 3. Januar 2017 herum deutlich bergab. Wie die obige Grafik schön zeigt, strömt dann aus Nordosten in der Höhe sehr kalte Luft zu uns nach Deutschland. Diese würde dann in vielen Regionen auch am Tag für leichten Dauerfrost sorgen.

Dieses Szenario taucht nun seit einigen Tagen in den Wetterberechnungen auf, so dass es man nun durchaus ernst nehmen sollte. Die Wahrscheinlichkeit für eine Umstellung de Großwetterlage steigt. Die Frage ist dann allerdings immer noch: Wie lange bleibt der Winter bei uns?
die Nächte könnten bald richtig kalt werden, wetter.net
Das kann man heute allerdings noch nicht sagen. Überhaupt sind alle Aussagen, die über 4 oder 5 Tage hinaus gehen eher als Trend als Prognose zu verstehen. Das sage ich aber auch immer wieder. Es kommt eben auch auf die Ausgangswetterlage an. Hat man ein stabiles Hoch, so hat das Ausdauer und dann ist selbst eine Prognose über 6 oder 7 Tage machbar. Ist es allerdings eher wechselhaft, dann wird es schon deutlich schwerer einen sichere Prognose über 3 oder 4 Tage hinaus zu machen.
berechnete Schneehöhen am Dienstagabend (3. Januar 2017), Deutschland liegt stellenweise unter einer dünnen Schneedecke
Tja, es heißt als weiterhin: Spannung pur! Was macht der Winter? Kommt er mit Macht oder wird es nur eine kurze Stippvisite? Aus heutiger Sicht ist alles möglich.

So eine Wetterlage freut das Meteorologenherz, denn sie verspricht viel Aktion in der Atmosphäre, aber vor allen Dingen am Boden. Die Winterdienste sollten sich in den kommenden Tage schon mal entsprechend wappnen!

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