Dienstag, 22. August 2017

Wetter: Hoffnung auf einen goldenen Herbst!

Der Sommer 2017 war vor allen Dingen eins: ziemlich nass. In vielen Regionen Deutschlands gab es mehr Regen als üblich. In Berlin war es sogar der nasseste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Viele orte verzeichnen das zwei- oder sogar dreifache der üblichen Regenmenge. Im deutschlandweiten Gebietsmittel brachte der Sommer bisher 20 Prozent mehr Regen als sonst üblich. Doch der größte private Wetterdienste der USA- accuweather - macht nun Hoffnung auf einen überwiegen trockenen und sonnigen September. Die Kollegen aus Übersee hatten bereits im Mai den eher nassen und unwetterträchtigen Sommer angekündigt. Ich hatte im Mai 2017 in diesem Blog darüber berichtet.
das könnten die "Highlights" des kommenden Herbstes werden, Quelle: accuweather
Wörtlich heißt es im aktuellen Herbst-Trend: ”Extended periods of dry weather are forecast during the month of September across France, Germany and Poland, bringing more sunshine than many locations experienced during the middle of summer. Paired with these conditions, temperatures will soar above normal during much of September.”

Im September könnte es länger anhaltende trockene Wetterphasen geben, die bei uns zum Teil mehr Sonnenschein bringen könnten, als dies zur Sommermitte an einigen Orten der Fall gewesen sei. Auch Polen, die Schweiz, Österreich oder etwa Frankreich sollen einen trockenen und eher sonnigen September bekommen.

Für den Oktober sehen die Experten aus den USA dann eher mehr Niederschläge als üblich, während der November in Sachen Regenfälle wieder normale Werte bringen könnte. 

Wir immer ist das nur ein Klimatrend und nicht als detaillierte Wetterprognose anzusehen. Wie das Wetter beispielsweise am 3. Oktober wird kann heute noch keiner vorhersagen.

Donnerstag, 10. August 2017

Wetter: 40 Grad und 100 Liter Regen pro Quadratmeter im Sommerloch!

Was für ein Sommer. Heute werden bis zu 40 Grad erreicht und das sogar im deutschsprachigen Raum. Aber nicht in Deutschland, sondern in Wien. Das könnte für die Hauptstadt Österreichs einen neuen Allzeit-Temperaturrekord bedeuten. Bei uns dagegen Regen und dabei gleich bis zu 100 Liter pro Quadratmeter. Das ist mehr als normal im ganzen Monat August vom Himmel kommt. Schwerpunkt ist dabei heute der Westen und Südwesten. Morgen ist dann auch die Mitte und teilweise der Osten dran. Im Südwesten werden bei Dauerregen heute gerade mal Werte um oder sogar unter 10 Grad gemessen.
am Donnerstag bis 40 Grad in Österreich, kaum 10 Grad im Südwesten Deutschlands, www.wetterdata.de
Wir erwarten wie bereits vergangenen Freitag angekündigt heute und morgen im Westen und Südwesten, sowie später auch in der Mitte und im Osten kräftigen Regen. Lokal kommen dabei schon wieder bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Das ist mehr als normal im ganzen Monat August vom Himmel kommt. Statt 40 Grad – die man auch nicht unbedingt haben muss – werden bei Dauerregen gerade mal Werte knapp über 10 Grad erreicht und das mitten im Hochsommer. Später kühlt es dann auch in den Alpen ab und es kann dort bis auf 2000 m herab Schnee geben. Erst am Samstag zieht das Dauerregentief Hartmut ab und die Sonne kann zurückkehren.

Die Regensummen fallen in den kommenden Tagen sehr üppig aus. Die Pegel von Bächen und Flüssen dürften dabei ansteigen. Erst am Samstag lassen die Niederschläge dann langsam nach und verlassen Deutschland. Richtung Sonntag und Montag kann es dann schon wieder richtig warm bis heiß werden. Zu Wochenbeginn sind im Südwesten dann schon wieder Spitzenwerte um 30 Grad möglich. Das auf und ab des Sommers 2017 geht munter weiter.

Am Donnerstagmittag kommt besonders im Südwesten viel Regen vom Himmel:

video

So werden die kommenden Tage:

Donnerstag:bis 26 Grad, im Westen und Südwesten Regen ohne Ende, sonst ein Mix aus Sonne, Wolken und Schauern
Freitag: 13 bis 24 Grad, in der Mitte und im Osten weiterhin sehr nass, später nach Osten hin teils kräftige Schauer und Gewitter
Samstag: 17 bis 23 Grad, mal Sonne, mal Wolken und in der Mitte weiterer Regen, später auch im Nordwesten nass
Sonntag: 20 bis 27 Grad, nur noch im Nordwesten Schauer, sonst freundlicher
Montag: 24 bis 31 Grad, ein schöner Sommertag steht an
Dienstag: 23 bis 32 Grad, erst freundlich, doch dann schon wieder neue Schauer und Gewitter
bis Samstagmorgen viel Regen im Südwesten und Westen, später auch im Osten, www.wetterdata.de
Ab Wochenmitte wird es dann wieder zunehmend wechselhaft und kühler. Besonders im Süden und in den Alpen kann es dann schon wieder zu extremen Regenfällen mit Mengen über 100 Litern pro Quadratmetern kommen. Ein stabiles Sommerhoch ist weiterhin nicht in Sicht und wird sich sehr wahrscheinlich bis Monatsende auch nicht mehr zu uns bewegen.

Dienstag, 8. August 2017

Wetter: Winter womöglich extrem warm und nass!

Der Sommer war bisher sehr wechselhaft. In der Regel ist das nicht ungewöhnlich, denn mitteleuropäische Sommer sind meist von der unbeständigen Sorte. Die Regensummen die in den vergangenen Wochen vom Himmel kamen, sind allerdings tatsächlich außergewöhnlich. Der Juli 2017 einer der fünf nassesten Juli-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Der Juni fiel besonders im Norden buchstäblich ins Wasser, denn auch dort fiel deutlich mehr als im langjährigen Klimamittel zu erwarten wäre.

Erste Klimatrends deuten nun darauf hin, dass auch der kommende Winter deutlich zu warm und zu nass werden könnte. Die US-Wetterbehörde NOAA erstellt regelmäßige Klimatrends für die kommenden Monate und Jahreszeiten.
Klimatrend: Winter 2017/2018 könnte in fast ganz Europa "wärmer als normal" ausfallen, Quelle: US-Wetterbehörde NOAA
Nach diesen Berechnungen könnte die kalte Jahreszeit in Deutschland 2 bis 3 Grad wärmer als im langjährigen Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2010 ausfallen. Schaut man sich die Temperaturkarte an, dann erkennt man fast keine Regionen die "normal" oder "kälter" ausfallen könnten. Also Zeitraum für den Winter werden hierbei die Monate Dezember, Januar und Februar angesetzt.

Auch beim Niederschlag könnte es Abweichungen nach oben geben. Die Monate Dezember bis Februar könnten laut NOAA regional deutlich nasser als üblich ausfallen. Das wäre nicht verwunderlich. Ein sehr milder Winter geht in der Regel mit typischen Westwindwetter einher. Tiefdruckgebiete ziehen immer wieder vom Atlantik nach Mitteleuropa und bringen warme Luftmassen mit und dabei auch jede Menge Niederschlag, der dann meist als Regen fallen dürfte.
Klimatrend: Laut den aktuellen Berechnungen der US-Wetterbehörde NOAA könnte der Winter 2017/2018 regional deutlich mehr Niederschlag bringen
Ob es letztlich der typisch stürmische Westwindwetter-Winter werden wird oder nicht weiß jedoch noch kein Mensch. Diese Klimatrends sind experimenteller Art und danach sollte man z.B. nicht seinen Urlaub planen.

Ein milder Winter wäre nach der Vorgeschichte auch nichts Ungewöhnliches. In den vergangenen Jahren waren die Winter mehrheitlich eher warm. Die letzten noch einigermaßen kälteren Winter liegen um das Jahr 2010 herum. Der wärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war 2006 auf 2007. Damals fiel der Winter rund 4 Grad zu warm aus.

Freitag, 4. August 2017

Wetter: Kommt es nächste Woche wieder zu Hochwasser?

Der Sommer 2017 bleibt weiterhin eine extrem wechselhafte Angelegenheit. Das deutet sich nun auch für die nächste Woche an. Es scheint so, als würde es sich schon wieder ein Höhentief bei uns gemütlich machen und das mit zum Teil sehr hohen Regenmengen. Die Temperaturen fahren um das Tief herum Achterbahn.


Unter den Regenwolken des Tiefs würde es oftmals nur für 13 bis 15 Grad reichen, außerhalb der Regenwolken wären dagegen Spitzenwerte zwischen 26 und 28 Grad möglich. Zwischen diesen starken Temperaurgegensätzen würde es dann in der kommenden Woche immer wieder zu starken Niederschlägen kommen, ähnlich denen von Ekel-Tief Alfred welches vergangene Woche in Teilen Deutschlands für Hochwasser gesorgt hat. Da steht und schon wieder eine interessante Wetterwoche ins Haus. Die Gefahr ist gegeben, dass wir irgendwo im Land eine neue Hochwasserlage bekommen könnten. Sicher ist das allerdings noch lange nicht.

nächste Woche könnte es in Deutschland zu starken Temperaturgegensätzen kommen, wie hier beispielsweise für Dienstag angedeutet wird, www.wetterdata.de
Wie sich die Niederschlagssituation nächste Woche im Detail entwickeln wird ist noch offen. Sicher ist allerdings schon jetzt: ein stabiles Sonnenhoch ist nicht zu erwarten! Es wird immer wieder zum Teil starken Regen geben, die Frage ist nur: Wo genau gehen die stärksten Regenfälle nieder?

So entwickeln sich die kommenden Tage:

Samstag: 18 bis 30 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer
Sonntag: 17 bis 26 Grad, im Südosten Wolken und Regen, sonst ein recht freundlicher Sonntag
Montag: 23 bis 30 Grad, Vielfach freundlich, später einzelne Schauer und Gewitter
Dienstag: 17 bis 32 Grad, erst freundlich, dann aus Westen starker Regen
Mittwoch: 18 bis 24 Grad, überwiegend wechselhaft mit Regenfällen
Donnerstag: 18 bis 28 Grad, regional freundlich, stellenweise aber auch starker Regen
Freitag:  15 bis 28 Grad , weiterhin unbeständig mit Sonne und Regen

WIESO IST DIE WETTERPROGNOSE DERZEIT SO SCHWIERIG?

Eine exakte Prognose über 72 Stunden hinaus ist derzeit nicht möglich. Die Wetterlage ist einfach zu unbeständig. Man kann sagen, dass die nächste Woche wieder sehr wechselhaft ausfallen wird. Wer genau wann aber Sonne oder Regen abbekommt, das kann man jetzt einfach nicht sagen.

Das ist wie beim Wetter der vergangenen Tage, das war auch sehr wechselhaft. Gerade bei Gewittern ist eine Prognose erst dann möglich, wenn sich die ersten Gewitter-Zellen gebildet haben. Sonst kann man am Vortag nur abschätzen in welchen Regionen oder Bundesländern es Gewitter geben könnte. Man kann aber keinesfalls schon am Vortag sagen welche Ortschaften genau betroffen sein werden. Das geht aus meteorologischer Sicht einfach nicht, dafür ist die Atmosphäre einfach zu chaotisch und in diesen Tagen besonders!

Daher erwirkt die derzeitige Wetterlage bei vielen Menschen den Eindruck, dass die Prognosen oftmals „schlecht“ seien. Dabei sind sie das gar nicht, sondern einfach nur schwieriger als sonst.